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Ich sitze in letzter Zeit oft auf meiner Terrasse die mit einem Weinstock überdacht ist der herrliche Duft von den reifen Trauben inspiriert mich zum schreiben.

Aber fangen wir mal von Anfang an. Ich kam als erstes Kind meiner Eltern im Schneebedeckten Neu-Ulm im Januar 1969 zu Welt. Wir wohnten im selben Haus mit meinen Großeltern und meiner Urgroßmutter in dem ich heute noch Wohne im Ortsteil Pfuhl das heute 12000 Einwohner hat. Pfuhl war zu jener Zeit ein ländliches Dorf, wir hatten zuhause eine Obstbaumgarten von über 8000 qm, eigene Hühner (ich hab heute noch welche) und ein Paar Hasen. Meine Oma und Uroma hatte ein Beet das alles Mögliche an Obst und Gemüse hergab. Meine Kindheit bis zum Kindergartenalter lief wohlbehütet von den beiden Großmüttern und meiner Mutter ab. Mein Vater war Zeitsoldat in Kaufbeuren im Allgäu mit div. Einsätzen in den USA. Meine Kindergartenzeit war auch schön dort lernte ich Elke kennen mit der ich einige Jahre  sehr eng befreundet war. Elke lebt mit Ihrer Familie mittlerweile in den USA und kommt hin und wieder ihre Eltern besuchen ich hab sie vor einiger Zeit mal wieder getroffen. Sie ist Mutter von zwei Töchtern und sieht noch immer gut aus. Richtige Freunde hatte ich zu dieser Zeit nicht da war nur Elke. Ich kann mich auch noch daran erinnern dass ich zum  Ende dieser Zeit öfters mal von Stärkeren auf dem Nachhauseweg verhauen wurde. Das hat sich in den ersten Schuljahren auch nicht verändert ich kann dann oft auch zu spät nachhause. Zuhause genoss ich eine sehr strenge Erziehung, ich will diese mal die Probe oder Testfase meiner Eltern nennen denn meine Geschwister wurden humaner erzogen. Ich zog mich immer mehr in mein Schneckenhaus zurück. In der 3. Klasse kam Max neu in unsere Klasse seine Stiefeltern zogen von Kiest nach Pfuhl. Seine Stiefmutter und Tante übernahm eine Pfuhler Arztpraxis und sein Stiefvater und Onkel ging an Ulmer Uni. Mittlerweile sind beide eigentlich meine Hausärzte und haben ihre Praxis in Ulm nur ob ich mit meiner Transidentität zu ihnen gehe weis ich noch nicht.

Aber wie ging es weiter? Außer Max waren da noch die leiblichen Kinder des Ehepaares da war noch die 2 Jahre jüngere Dorothee und die 3 Jahre jüngere Kerstin sowie das Kleinkind Friederricke (Ricke). Später kam dann noch Kristina (Ina) dazu, Jetzt wo ich an diese Zeit zurück denke fällt mir wieder ein dass Kerstin eigentlich immer ein Junge sein wollte sie hasste Kleider und alles Mädchenhafte sie wollte auch nur Timi gerufen werden das totale Gegenteil von Dorothee. Mich würde interessieren was sie heut so macht. Ich verbraucht bei ihnen die meiste Zeit vor und nach der Schule ich hab sehr oft bei ihnen übernachtet das waren ganze Wochen und Wochenenden ich war schon bald beinahe ein Teil der Familie. Die Stiefeltern von Max waren den ganzen Tag nicht zuhause außer zum Mittagessen. Von Morgens bis nach dem Mittagessen war eine Haushälterin da, am Mittag mussten ich und Max dann auf seine Geschwister aufpassen. Dort bin ich auch in den Kontakt von den schönen Mädchen Anziehsachen gekommen. Ich weis auch noch dass ich sehr oft auch mit Kerstin und Doro gespielt habe. Es war eine wunderschöne Zeit aber die ging auch vorbei als meine Eltern in ein eigenes Haus in den Nachbarort zogen. Ich kann in eine andere Schule da war kein Max mehr, meine Schulischen Leistungen sind rapide gesunken. Ich hab eben in den alten Fotos gekramt und bin auf einige aus dieser Zeit gestoßen. Ich war damals 2x mit auf einer Skifeizeit in Steibis bei Oberstaufen im Allgäu wie ich auf den Fotos sehe bestätigt es sich wieder ich war die meiste Zeit mit den Mädchen zusammen.

Im August 1984 Starb mein Opa an Lungenkrebs als danach meine Oma immer mehr abmagerte wurde sie im Krankenhaus bis Dezember 1984 wieder auf gepäppelt. Es sollte jemand mit ihr in das große Haus ziehen das sie wieder eine Aufgabe hat und sie nicht so allein ist. Dieser jemand war ich also bin ich mit 16 Jahren 1985 von zuhause aus und zu meiner Oma ins Haus eingezogen. Anfangs hatte ich nur ein kleines Zimmer und später zog ich dann in die untere Etage wo ich heute noch wohne. Ab dieser Zeit fing es langsam an mit meinen liebe zu weiblicher Bekleidung ich konnte alles ja gut in einen so großen Haus verstecken.

Die Zeit verging und ab März 1986 ging ich für 3 Jahre in ein Internat um dort eine Lehre zum Schreiner zu machen. Es war leider kein gemischtes sonder ein reines Jungeninternat und das auch noch unter einer Katholischen Führung. Ich muss dazu vielleicht erwähnen dass ich evangelisch bin. Aber im nach hinein war dies eine schöne Zeit den ich wurde mehr selbstständiger und offener. Ich wohnte in einer ganz besonderen Wohngruppe, in der es auch Einzelzimmer gab. Sonst waren es 2 oder 3 Bettzimmer. Zu unseren 2 Betreuerinnen Tatjana Z. und Sonja R. hatte ich bald einen guten Kontakt, es ergaben sich ganz tolle Gespräche. Auch zum Gruppenleiter Henry E. der Wohngruppe hatte ich ein gutes Verhältnis. Jetzt wo ich diese Biografie schreibe bin ich mal auf die Website des Internates gegangen und für über 2 Std. dort hängen geblieben. Ach ja zu Sport hatte ich auch da wie auch schon in der Schulzeit kein gutes Verhältnis. Beim Aussuchen der Spieler einer Mannschaft blieb ich oft am Ende übrig. Irgendwann in der Lehre bekam ich auch noch Kreislauf Probleme da war es dann mit dem Sport eh aus. So vergingen die 3 Jahre wie im Flug Ach ja alle 14-Tage durften wir übers Wochenende nach Hause fahren. Ein Vorteil des Internats war auch die Musterung. Die konnte man da schriftlich abgeben. Bund ja oder nein ich habe dann natürlich nein angekreuzt was auch sonst. Zivildienst war dann auch passe.

Nach meinem Abschluss im März 1989 wechselte ich zu Möbel Mutschler in Neu-Ulm, wo ich über 16 Jahre gearbeitet habe.

Zuhause bin ich in die Wohnung im Erdgeschoss unter meiner Oma eingezogen. Bei MM habe ich bei den Hausschreinern angefangen, ursprünglich war die Auslieferung geplant gewesen aber dafür war ich zu schmächtig. Wir hatten zu dieser Zeit noch eines eigenen Fotostudios, wo die ganzen Fotos für die Prospekte hergestellt wurden. Dort lernte ich auch Lui unseren Werbefotograf kennen. Wir haben damals noch mit Models, echten Lebensmittel und echten Pflanzen als Dekoration gearbeitet. Da war ich dann manchmal ganze Wochenlang beschäftigt was meinem Kapo aber gar nicht gefallen hat. Er meinte das ich dort zu wenig zu tun hätte aber ich war ja von der Marketingabteilung nur fürs Fotostudio zuständig. Ab dieser Zeit war ich immer mehr in der Dekoration, wo es mir besser gefallen hat als bei den Möbel- Aufstellern (Männer eben). Sie fanden es auch nicht gut dass ich ab dieser Zeit nur noch mit den Deko-Mädels Mittag machte. Das war eine lustige Zeit in der Deko da war z.B. Beate aus Schmölln die immer mit dem Fahrrad zur Arbeit kann. Als sie einmal mit einer bis zu den Knien nassen Hose kann. Erzählte sie das sie ja immer an der Donau entlang zur Arbeit fährt und das diesmal ein älterer Mann von weiter weg ihr was zurief und sie dachte was will der alte Spanner den und  fuhr schneller. Sie hätte doch besser hinhören sollen den der Mann rief „Achtung die Donau hat Hochwasser und der Radweg ist überflutet“. So fuhr sie durch das Wasser das immer tiefer wurde eben bis zu den Knien. Sorry Beate das musste ich schreiben Edith, Claudia, und ich lachen heute noch darüber. Beate du hast mal gesagt ich würde euch oft „belauschen“ ich glaube jetzt weist du warum. Oder Anett mit ihren „Bäraschuhe“ war auch lustig. Als unser Deko- Chef mal im Urlaub war kam unsere damalige Marketingchefin zu Edith die damals Erst Dekorateurin war und sagte sie wolle ein Hochzeits- Informations- Wochenende bei uns im Haus Veranstalten. Also planten und organisierten wir beide diese Veranstaltung in 2 Sälen mit etlichen anderen Ausstellern, ich baute eine Bühne mit Laufsteg in T-Form mit blauem Teppichboden sowie div. Stände für die andren Aussteller. Da war alles vertreten was mit Hochzeit zu tun hat. Und dann die Modeschauen mit den Kleidern ihr wisst bestimmt wie ich mich gefühlt habe. Was ich vielleicht noch erwähnen sollte die Inhaber des Brautmodegeschäftes waren meine Nachbarn. Das Hochzeitswochenende war ein großer Erfolg.

Das war im September 1993 ich habe eben das Video das ich damals auf  High- 8 gedreht habe mal wieder angeschaut. Das ist mein Hobby heute noch hin und wieder. Nur Filme ich jetzt aus S-VHS und DV- Semiprofessionell  aber in letzter Zeit eher weniger. Ich habe auch meine Camera schon mal an Lui der sie bei Verschiedenen Aufträgen einsetzt verliehen.  

Im Herbst '93 fand ich durch Zufall die Monats Zeitschrift "Trans Aktuell" Jetzt sah ich zum ersten Mal das da noch andere waren die so fühlten wie ich. Ich kaufte diese Zeitschrift von da an regelmäßig und ab März '94 hatte ich es im Abo. Ich lies mich auch im TA-Club unter der Nummer 804 registrieren und hatte nach einiger Zeit auf Briefkontakte zu anderen TV's. In dieser Zeit kaufte ich auch mein erstes Haarteil.

Im Sommer '94 Eröffneten wir unsere neu umgebaute Heimtexabt. im Untergeschoß mit einer Modenschau mit Stoffen. Die ich dann mit 2 Kameras auf genommen habe.

Für die Hochzeitsmesse im Frühjahr '96 in der Ulmer Donauhalle baute ich einen kompletten Messestand er war ganze 12 x 4,5 Meter groß. An dem Messe-Tagen war ich immer mit dabei. Ich kannte ja auch die Hauptveranstalter die F. Renger Brautmoden persönlich und mit dem Licht& Sound Verleih bin ich heute noch sehr gut befreundet.

1996 würde Möbel Mutschler von der Möbel Walther AG übernommen. Zwischen '96 und Mitte '97 wurde das komplette Haus umgebaut ich war zu der Zeit Täglich 12 Std. in der Firma.

Im Januar '97 kauften meine Eltern in den Vogesen in Frankreich ca. 300 km von Ulm entfernt ein Bauernhaus das wir im darauf folgenden Jahr komplett Restaurierten. Wir fuhren alle 14 Tage nach Frankreich meine Eltern meist schon Freitagmittag und ich einige Stunden später mit meinen Kombi und dem ganzen Baumaterial als INES hinterher. Ca. 500 Meter vor unserm Haus in Bloumont machte ich mich wieder als Andy zurecht. Einmal musste ich mir einen andren Platz zum umziehen suchen. Ich fuhr dann etwas von der Strasse ab auf eine Wiese, leider hatte es zuvor so stark geregnet das ich mit meinem schweren Auto nicht mehr alleine aus der Wiese raus kam. Ich versuchte Decken und Bretter unterzulegen aber alles half nichts und es wurde auch schon dunkel. Zu meinen Eltern konnte ich ja nicht, denn ich hätte erklären müssen wie ich dort hingekommen bin. Ich lief zum Ortseingang der ca. 2 km entfernt war dort sah ich noch Licht in einer Halle einer Baufirma. Mit Händen und Füssen erklärte ich dem Arbeiter von meiner Not, Gott sei Dank sprach er etwas Deutsch und zog mich mit einem Radlader aus der Wiese. Ich fuhr dann schnell zu meinen Eltern und erzählte von einem langen Stau.

Am 7.Feb.1997 an ihrem 85. Geburtstag starb meine Oma an einer geplatzten Aorta.

3 Tage zuvor wurde sie wegen Wasser auf der Lunge und einer Lungenentzündung ins Krankenhaus nach Blaubeuren eingeliefert. Sie war in den Tagen zuvor schon sehr in den Vorbereitungen für ihren Geburtstag. Nach dem 12 Feb. 1997 konnte ich für einige Wochen nicht mehr zuhause wohnen ich zog dann zu meinen Eltern.

 

Über Pfingsten '97 machte ich Urlaub in unserem Haus in Frankreich das mittlerweile fertig Restauriert war als Ines. In Strassburg wollte ich mir die Innenstadt ansehen also parkte ich mein Auto in einem Parkhaus in der City. Als ich enfemme zu meinem Wagen zurück kann sah ich hinten links einen platten Reifen. Also Kofferraum ausräumen Ersatzrad, Wagenheber raus, nur wo war jetzt das Radkreuz. M..t das hatte ich zuhause in Ulm vergessen. Ich bin dann erst mal zum Parkhaus-Personal um nach einem Radkreuz zufragen. Aber wie sollte es anders sein die hatten natürlich keines. Wie gut das ich einen Europaschutzbrief für mein Auto habe. Ich habe dann dort angerufen und man sagte mir das Hilfe in einer 3/4 Stunde kommen würde, umziehen konnte ich nicht auch nicht. Als ich auf den Servicemann gewartet habe führen einige Autos auch mit Deutschen Kennzeichen im Parkhaus nur an mir vorbei. Nach einer Stunde kam dann die Hilfe und wechselte mir meinen platten Reifen ohne irgendeinen Kommentar. Danach führ ich sofort Nachhause.

 

Im Juni '97 verkauften meine Eltern das Haus weil auch das Klima dort genauso Trüb war wie in Ulm.

Natürlich gab es auch in Jahr 1997 auch wieder einen Hochzeitstag in der Ulmer Donauhalle wo ich wieder mal einen Tollen Messestand gebaut habe.

Im Jahr 1998 zog dann meine Schwester mit meinen Schwager nach einem komplett Unbau in die Wohnung im 1. Stock ein. Ein Jahr darauf legten wir auch für die beiden eine eigene Terrasse gegenüber vom Haus an. Meine Terrasse ist am Haus und durch meine Weinstöcke nicht einsehbar. Dort verbrachte ich auch einige Stunden als Ines. Im selben Jahr kaufte ich auch meinen ersten PC und war dann oft Online.

Ende '99 war auch das ende von Trans- Aktuell. Wie ich in der letzten Zeit mal nach geforscht habe war der Transwelt Verlag doch ein ganz Dubioser Verlag. Des wegen auch das abrupte aus. Also ich konnte jetzt online gehen und war in dieser Zeit schon bei Ebay mit dabei. Dort ersteigerte ich auch einige Klamotten und anderes.

Im Frühjahr 2000 war wieder mal eine Hochzeitsmesse und einige Tage danach haben wir im Möbelhaus auch einen Hochzeitstag mit dem Brautmodegeschäft Veranstaltet. Was glaubt Ihr wer wieder mal den ganzen Aufbau gemacht hat. Klar ich und dasselbe 2001.

Ich war bis Ende 2002, 13 1/2  Jahre für die Firma zu 150% da, es war für mich wie eine Familie ich habe dort sehr viele Freunde gefunden die ich auch heute noch habe. Als ich Sylvester 2002/2003 wieder mal alleine und vor dem PC verbracht habe dachte ich so muss es doch auch nicht sein und mich als Ines immer verstecken zu müssen. Ich wollte endlich mit Ines an die Öffentlichkeit. Deswegen entschloss ich mich dass ich mich in diesem Jahr meiner Familie, Freunden und Kollegen als Ines Outen werde.

2003

Als meine Firma am 16.Juni 03 vom Vorstand wegen angeblicher Sicherheits- Mängel geschlossen wurde, war es für mich der ideale Zeitpunkt für den Beginn meines Outens als Ines. Ich habe auch ein Userprofil auf http://www.transgender.at  angelegt und jedes Outen in mein Onlinetagebuch geschrieben.

Heute ist der 1.November 2006 und ich schreibe meine Biografie mal weiter. Das Tagebuch führe ich vorerst nicht weiter aber dafür kommt hier immer mal was neues dazu.

Wo bin ich stehen geblieben ach ja, nach dem sich das Sicherheitsrisiko bei uns in der Firma sich als Grund zur der Kündigung aus dem Knebelmietvertrag bis 2016 rausgestellt hat. War bei vielen im Verkauf und der Verwaltung die Luft raus in solch einem Konzern weiterzuarbeiten. Nach über 2 Monaten Schließung durch den Vorstand wurden unsere Möbelhäuser wieder für Kunden und Mitarbeiter geöffnet und wir durften wieder arbeiten.

Anfang September folge dann die 1. Kündigungswelle in der 2/3  der Kollegen betroffen waren, übrig blieb ein Rest von 50 Leuten. Bei den Outings bin ich im Sep. bei meinen Geschwistern angekommen die mein TS Leiden nicht gut aufgenommen haben. (Einzelheiten stehen im Tagebuch) Danach meinten sie ich solle es unsere Mutter vorerst nicht sagen. Am 18.Sep. teile mir Bea eine liebe Kollegin mit das ich auch auf der Liste der Ausgestellten 100 Mitarbeiter stehe. Ich wirklich sehr enttäuscht von der Firma in der ich soviel geleistet habe und die doch auch meine Familie war. Bei den Outings war ich in der Firma in der ich nur noch bis zum 30.Sep arbeiten sollte sehr weit fortgeschritten. In dieser Zeit ging ich auch meine Bartepilation an. Ich glaube ich habe da was wichtiges vergessen, seit dem 18 Juni 2003 nehme ich täglich weibliche Hormone und zwar die Antibabypille Diane35® nicht nicht Ärztlich verordnet. Ja ich weis ich bin eine schlimme  . ACHTUNG bitte macht nicht den selben Fehler wie ich und nehmt ohne Ärztliche Kontrolle Hormone. Um 5 vor 12 am Tag X (24.9.03) wurde ich von der Geschäftsleitung gefragt ob ich denn gerne weiter arbeiten wollte in der Firma (genauer wortlaut). denn sie bräuchten für die Haustechnik eine 2. Person die in allen Bereichen fit ist, ich habe mich natürlich fürs bleiben entschieden. Der 30. Sep. war der letzte Tag bei vielen Kollegen, es war ein sehr trauriger Tag.

Ab Oktober 2003 haben wir auch einen neuen Geschäftsführer bekommen sein Name war P.von K. er war eigentlich ein reiner Logistiker und sollte die Rest Abwicklung bis Ende 2003 machen. Was aber an anders kam als alle dachten auch für den Gf.. Am 4.Okt. hatten wir in der Firma ein gemeinsames Arbeitsfrühstück mit den letzten 61 Mitarbeitern. Die Verkäufer dürfen jetzt wieder ihre Ware mit bis zu 10% reduzieren und eine Finanzierung haben wir auch wieder und einiges andere auch. Nachdem man die Kunden in den letzten Monaten verkrault und verärgert hat will man jetzt wieder Umsatz machen.

 Im restlichen Jahr gab es sonst nicht viel zu erzählen, das Outing bei meinen Eltern habe ich nicht hinbekommen. Ich habe mich wieder in die arbeit verkrochen. Ach ja da war noch was, weil ja in der Haustechnik keine offizielle Stelle uns somit auch keine Kostenstelle mehr frei war wurde ich auf Kostenstelle Hausschreiner gesetzt. Die haben das dann total ausgenutzt, indem sie mir immer blöde Aufträge gegeben haben und für allerlei Dienste eingeteilt haben. Im Neuen Jahr möchte ich mal das Thema Psychotherapie angehen, nachdem eine Freundin gesagt ich soll mal in die Gänge kommen den mir läuft sonst die zeit davon. Einen Psychiater habe ich schon gefunden aber ob er sich mit Transsexualität auskennt weis ich nicht. Auch hätte ich vielleicht gerne auch eine Psychotherapeutin weil ich doch leichter mit Frauen über das Thema reden kann.

Das Sylvester 2003/04 war das schönste seit vielen Jahren, den ich verbrachte es mit Betty & Kitty zwei ganz liebe Freundinnen. Wir waren bei Betty zuhause und zum Jahreswechsel sind wir dann zur Donaubrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm gelaufen. Auf der Brücke mit der tollen Aussicht haben wir dann aufs Neujahr angestoßen. Wir haben uns alle 3 was schönes gewünscht, mal sehen ob mein Wunsch 2004 in Erfühlung geht.

2004

Meine Geburtstagsfeier am 7.1. mit der Familie war zuhause ganz schön, leider wissen meine Eltern noch nichts von Ines aber dieses Jahr wird schon klappen. Am Wochenende darauf hab ich mit meinen lieben Freunden meine Geburtstag zuhause nachgefeiert. Es war ein wundervoller Abend an dem ich meinen 1.Blumenstaus von Lui & Brigitte bekommen habe. Ansonst habe ich im Januar noch mein Wohnzimmer sowie meinen Flur umgebaut.  Ich mache mir zurzeit Gedanken wie sich mein Namen den anhört. <<< INES IMS >>> sind halt 2x kurz und 2x mit I tja was soll ich tun. Soll ich bei Ines bleiben oder soll ich einen anderen wählen, aber welchen? Es ist schon schwer wenn man sich eine Namen selber raussuchen kann. Nach längerem überlegen kam mir da <<<KATRIN >>>. Nachdem ich meine Zweifel am Name Ines im Chat geäußert habe, wurde mir mitgeteilt das ich nicht wechseln sollte denn jetzt kennt mich schon jeder als Ines und das ist auch ein schöner Name. Na gut war nur so ein Gedanke, wo wir uns ja selbst eine Namen geben können. Hätte ich mich bei meine Eltern schon geoutet könnte ich meine Mom fragen was sie von Ines hält.

Ende Januar habe ich mich unserem neuen Chef P.von K. als Ines geoutet. Er meinte warum ich das mache und er hätte auch kein Problem er kenne mich halt auch nicht anders. Ich habe ihm erzählt das Karl B. mein "eigentlicher Abteilungsvorgesetzter" nicht mein bester Freund ist. Wir kommen einfach nicht miteinander aus und das schon seit über 10 Jahren. P.von K. meinte darauf, wenn ich von irgendeinem Kollegen mal Probleme haben sollte dann solle ich doch zu ihm kommen. Aber eine Petzt war ich noch nie.

Im März bin ich die Psychologen suche konkret angegangen, ich habe von meinem Psychiater Dr. Schütz erfahren das er sich da nicht so sehr auskennt. Er habe aber mir eine Adresse von einem geeigneten Psychotherapeuten demnächst. Ende März war ja ganz schönes Wetter und als Claudia mit Lisa im Hof war gesellte ich mich auch dazu. Gegen Später kam auch noch mein Bruder dazu. Er regte sich fürchterlich über uns auf weil wir nicht auf sein Golf- Cabrio aufgepasst haben an dem jetzt Kratzer an der Beifahrertüre waren. Er hatte es über den Winter in meine Scheune abgestellt und nicht abgedeckt und es war noch etwas was ich aber erst später von ihm über eine Mail erfahren habe aber dazu später mehr. Als er wieder weg war regte sich meine Schwester mächtig über ihn auf. Ich rief später noch mit meiner Mom an und erzählte ihr von dem Streit.
Am Montag den 22.3. hatte ich 2 Arzttermine ,1 Mal bei Dr. Etzroth einem Endokrinologen in Ulm um meine Hormon und Blut werte mal untersuchen zu lassen. Es war dann eine doch sehr intensive Untersuchung und dauerte dann schon 2,5 Std. Als ich bei ihm gegen 13:00 fertig war bin ich noch zu Barbara meiner Ex Chefin die jetzt bei Bijou Brigitte arbeitet. Nach dem ich bei ihr mir eine schöne Kette gekauft habe musste ich noch bei meinem Psychiater Dr. Schütz vorschauen. Er kann mir Prof. Dr. Pfäffin von der Ulmer Uni empfehlen bei dem ich am im April einen Termin haben werde. Ich fuhr danach nach Hause und habe gegen später noch bei meiner Mom angerufen. Als mein Dad abnahm und schon so komisch am Telefon war dachte ich da stimmt was nicht. Ich fuhr danach zu ihnen runter um meine Wäsche abzuholen. Mein Dad arbeitete im Garten als ich kam. Er fragte mich was da am Donnerstag bei mir zuhause vorgefallen wäre und ob ich jetzt zuhause „Weiberklamotten“ tragen würde (ich trage seit min. ¾ Jahr nichts anderes). Ich wusste gleich wo das wohl her kommen würde ich schnappte mir meine Wäsche und ging gleich wieder nach Hause. Dort angekommen wusste ich dass ich mich so schnell als möglich meiner Mom Outen musste. Ich nahm mir einen Briefblock und fuhr an die Donau um dort den Brief zu schreiben. Letzt endlich habe ich den Brief nicht abgegeben sondern bin persönlich zu ihr am nächsten morgen gegangen und habe es ihr von mir erzählt. Aufgenommen wurde es von meiner Mom nicht so gut. Sie meinte ich solle doch wieder zurück ?!??? und ich hätte mich im Internet verführen lassen. Nun sie Akzeptiert es noch nicht, ich weis schon auch das das eine ganze weile noch so weiter geht. Ich muss ihnen halt viel Zeit geben sich mit der Situation auseinander zusetzten. Meine Mom will es meine Dad sagen denn ich kann das nicht. Tage danach ist mir aufgefallen das mein Vater mich nicht mehr direkt anschaut.

Am 17. April hatte meine Lisa ihren 2. Geburtstag wo ich ihr eine Schaukel an ihren Sandkasten gebaut habe. Für meinen großen Sonnenschein nehme ich mir immer Zeit. Ein paar Tage nach ihrem Geburtstag hatte ich einen Termin bei Prof. Dr. med. F. Pfäfflin von der Uni Ulm, einer der besten Psychosomatiker bei Transsexualität die wir in Deutschland haben. Es war eine intensive Anamnese und ein sehr gutes Gespräch mit ihm. Ende April war ich bei meinen Endokrinologen Dr. med. Etzroth bei dem viele TS zur Hormonbehandlung (HET) in Behandlung waren und sind. Er meinte das ich mit der HET beginnen könnte wenn er das Ok von Prof. Dr. Pfäfflin hätte. Ich soll aber bis dahin weiter meine Diane35® nehmen.

Meine Vornamenänderung (VnÄ) bin ich jetzt auch angegangen ich behalte denn Namen Ines, langsam nimmt alle formen an. Anfang Mai hatte ich noch mein erstes Gespräch mit meinem Hausarzt der weiter vorne schon mal erwähnt wurde. Er wir mich auf meinem Weiteren weg auf jedenfalls auch weiter unterstützten und es wird meine Krankenakte bei ihm jetzt schon auf Ines Ims geändert.

Am 7. Juni hatte ich wieder einen Termin bei Prof. Dr. Pfäfflin, dieses mal gab er das OK für den beginn meiner offiziellen Hormontherapie bei meinem Endokrinologen. Nun konnte ich mit der offiziellen HET beginnen, endlich geht es mit richtigen Hormonen los, aber ich sollte mich nicht zu früh freuen. Denn das 4 Wochen Implantat Zoladex 10,8 bewirkte bei mir das der bis jetzt durch Diane35® entstandene Brustumfang um 4-5 cm in 21 Tagen weggeschrumpft ist. Da ich irgend wann auch eine OP anstrebe suche ich mir eine jetzt für hie HET eine Frauenärztin in Ulm. Am 28.Juni hatte ich meine Vornamensänderung an das Vormundschafsgericht nach München geschickt.

Im Juli wurde das Mobbing in bei mir in der Haustechnik sowie bei den Hausschreinern immer mehr. Es äußerte sich durch Ausgrenzung, Änderung der Zugriffsrechte im EDV System, Ausspionieren meines PCs. Aber selbst wurden Spiele und Filme auf Firmenkosten aus dem Internet runter geladen und Interne Netzwerk Spiele gemacht. Nicht das ich da nicht mitmachen wolle aber es war schon sehr furchtbar da zuarbeiten. Am 23. Juli hatte mein Dad seinen 60. Geburtstag der dann ganz groß mit Zelt gefeiert wurde. Ich hatte einige gute Gespräche mit Gästen die mich so noch nicht kannten.

Nachdem im August es immer schlimmer wurde mit dem Mobbing, dachte ich schon ans Kündigen. In der ersten August Woche hatte ich einen Termin bei meinem Psychologen Prof. Dr. Pfäfflin und wir haben das erste mal über meinen jetzt immer mehr kommenden OP Wunsch gesprochen, er meinte es kann sich das im Herbst 2005 auch gut vorstellen.
In der darauf folgenden Woche hatte ich meinen ersten Termin bei meiner neuen Gynäkologien Frau Dr. Zirbs in Ulm bei der ich erstmal meine Hormonbehandlung weiter führen will. Später nach der OP 2005 brauche ich eh eine Frauenärztin und dann hat sich da schon ein gute Vertrauensbasis auf gebaut hoffe ich. Im August lernte ich auch in Ulm B. einen Transmann kennen, mit dem ich auch dann beim Essen war und Erfahrungen austauschen konnte. Wir dachten dann an eine SHG zu gründen. B. baute dann an unsere HP www.transulm.de.vu und kümmerte sich um einen Treffpunkt, den wir dann in den Räumen der AIDS Hilfe Ulm gefunden haben

Ab September 2004 bekamen wir einen neuen Geschäftsführer, M. Salinger wurde von da an unser neuer Chef. Bei der erst besten Gelegenheit habe ich mich gleich ihm geoutet. War alles Wunderbar und wir sollten später noch mal eng zusammen arbeiten aber später mehr. Am Donn.16. September fragte ich bei unserem Stellvertretenden Geschäftsführer Herrn Graf an, ob ich den ab jetzt Samstags mal in den Leuchtenverkauf könnte. Weil im Verkauf immer wieder Leute gesucht wurden war ich ab Mo. 20. September in Vollzeit in Verkauf. Endlich kann ich von meinem Mobbände Abteilungen weg. Mein Vertrag wurde darauf hin geändert das ich weiter mein Angestelltengehalt und keine Provision bekomme. Alle meine Kaufverträge sowie alle Systemkennungen wurden auf Frau Ines Ims geändert, selbst der Einkauf und alle Abteilungen im Haus wurden informiert das ich nun mehr im Leuchtenverkauf war. Heiko mein Kollege aus der Haustechnik fühlte sich mit der Situation doch ganz schön überrumpelt, ich klaube er hat es bis heute noch nicht begriffen. Im Leuchtenverkauf ging ich voll auf und es lag mir auch gut zu verkaufen. Zwar hatte ich einen absoluten faulen Kollegen bei mir in der Abt. der alle Arbeit an mich weiter gab, aber es machte mir wieder Spaß zu arbeiten in der Firma. Am 29. September hatten unsere SHG ihr 1. Treffen in den Räumen der Aids Hilfe Ulm. Das Gruppentreffen ist mittlerweile ein wichtiger teil meines Lebens geworden.

Im Oktober dachte ich um auf unsere SHG öffentlich aufmerksam zumachen wäre ein Zeitungsartikel ganz gut. Beate Rose die mittlerweile für die Südwestpresse Ulm als Redakteurin arbeitet bat ich um ein Gespräch. Sie war dann gleich Feuer und Flamme und wollte sich mit uns sobald als möglich zusammen setzen. Sie Schrie einen sehr guten Artikel der uns noch Monate danach Zugänge für die Gruppe brachte.

Im November ging es dann an die Suche der geeigneten Klinik für die GA.OP. Die Beste Ärztin für dies OP ist Frau Dr. Spehr aus dem Privat Klinikum Bogenhausen bei München. Nur sie nimmt mittlerweile nut noch Privat Patienten oder wenn dann Kasse dann mit hornenden Zuzahlungen. Auch geht sie schon Richtung Ruhezustand und macht nur noch wenige OP's. Aber sie hat ja auch ganz gute Schüler und Schülerinnen die nach ihrer Methode Operieren. In der Mailingliste von www.transgender.de  hatte ich die Frage gestellt und eine sehr gute Resonanz bekommen.

<<Hallo Listis,
<<ich wollte euch mal wieder was fragen den ich gehe nächstes Jahr Richtung OP und weis noch nicht wohin.
<<Klar würde ich gern nach Bogenhausen zu Fr. Dr. Spehr gehen aber ich glaube da macht meine BKK nicht mit.
<<Alternative wäre auch Essen.
<<Ich komme aus Ulm und Essen wäre das weiteste das ich fahren würde. . . . .

Ich habe mich dann für Fr. Dr. Krege im Uni- Klinikum Essen entschieden und gleich bei ihr einen Termin am 13.Januar für eine Voruntersuchung gemacht. Mein erstes positives Gutachten für meine Vornamensänderung ist fertig und ich hab dann davon gleich eine Kopie an meine KK gefaxt. Denn der MDK meiner KK will von mir für die Kostenübernahme der OP und Epilation zwei unabhängige Gutachten und eine Amtliche Bestätigung. Solange muss ich auf meine Epi. warten.
Auch habe ich angefangen mir eine Logopädin zu suchen um meine Stimme etwas Weiblicher zu machen.
Ende Nov. gab es wieder ein Deko Treffen im Wiley-Club in Neu-Ulm. Ein paar Tage darauf hatte ich auch noch die Weihnachtsfeier der ehemaligen Verwaltung vom 2.OG bei MM in Illertissen. Ich hatte dort ein sehr schönes Gespräch mit Gabi der Frau von Arno der früher in der EDV gearbeitet hat. Sie arbeitet für die Illertissener Zeitung und könnte sich vorstellen dort einen Artikel über meine SHG zu bringen.

Am 11. Dez. hatten wir die Weihnachtsfeier von unser Firma, wo ich wie so manches Mal eine der letzten war die gegangen ist. Es war ein ganz schöner Abend.  Bei dem Geburtstag von meinem Bruder am 14. Dezember lief es mit uns beiden schon viel besser. Ich ihm bei der Renovierung an seinem Haus sehr viel helfen können, denn im Innenausbau  werde ich oft von meinem Geschwistern gebraucht. Meine Schwester mit Familie wir im Januar 2005 aus der Wohnung über mir, in ein eigenes Reihenhaus umziehen. Es ist zwar kleiner als die Wohnung bei mir und hat einen viel kleineren Garten aber Hauptsache Eigen und von mir WEG. Zu ihrem Haus ist es von mir aus ca. 500 Meter aber da werde ich meinen Sonnenschein nicht mehr so oft sehen. Da meine Schwester wieder zu 50% arbeitet werde ich Lisa wenigstens dann bei meinen Eltern sehen können. Der Große Sandkasten mit der Schaukel wird dann auch überflüssig und mitnehmen können sie ihn nicht. Vielleicht Versteigere ich ihn mal bei Ebay, erlös bekommt dann Lisa natürlich. Erst wollte ich mein Haus auch verkaufen und mir ein kleineres Reihenhäuschen kaufen. Aber ich hänge doch sehr an meinem Haus und es sind auch so viele Erinnerungen daran. Dann werte ich mal einen Mieter suchen.
Am Heiligen Abend war ich bei meinen Eltern zuhause und die Akzeptanz wird immer besser, zwar darf ich mich bei ihnen noch nicht im Rock sehen lassen da es mein Dad es nicht wünscht. Sylvester war ich dann wieder mal zuhause.

2005

An Neujahr war ich wie es schon seit lange Tradition ist wieder bei meinen Eltern zuhause. Die ersten 1 1/2 Wochen musste ich arbeiten was mir aber nicht schwer viel. Leider habe ich auch an meinem  36.Geburtstag gearbeitet und musste diesen verschieben auf den Samstag danach. Der 13 Januar war dann wieder eingroßartiger Tag den an dem  führ ich mit dem Zug nach Essen ins Uniklinikum. Wo ich in der Urologie einen Ambulanz Termin bei Frau Dr. Krege hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

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